10.09.2008 Frank Grischek, 2. Soloalbum
So weit
Eine Einschätzung von Jochen Busse:
Ich weiß nicht, ob ich ein großer Musikkenner bin, aber ich habe meine fünf Sinne beisammen. Einer davon ist Hören, und das ich trotz meines fortgeschrittenen Alters ausgezeichnet. Auch Schmecken liegt mir. Ich tue das gerne und bereits von Kindheit an. Irgendwann entwickelt sich sowas wie Geschmack. Den hat man oder man lernt es nie. Was ich allerdings gelernt habe, ist Schifferklavier. So nannte meine Mutter das Musikinstrument, das sie unbedingt von ihrem jüngsten Sohn gemeistert haben wollte. Und der lernte auch brav, bis er einsah, dass er dieses Instrument nie, nie und nochmals nie würde spielen können. Alles dies schreibe ich auf, um dem, der es liest, meine Kernkompetenz bei der Beurteilung des Musikers Frank Grischek nach zuweisen. Dieser Mann, der mich über hundert und fünfzig Mal auf der Bühne musikalisch unterstützt hat und eben nicht nur musikalisch, sondern auch darstellerisch, kann für sich was Außerordentliches in Anspruch nehmen - und das ist seine Unnachahmlichkeit. Ich glaube, sowas gelingt nicht nur mit Begabung und Fleiß, großer künstlerischer Ambition und hoher Verant- wortung für das Werk des jeweiligen Komponisten, sondern eben mit Geschmack und den hat man ...siehe oben... Mir und allen Hörern dieser von Frank Grischek einge- spielten CD wird unverrückbar eines im Bewusstsein bleiben: der Unterschied zwischen Schifferklavier und Akkordeon.
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